The Lights, They Fall

Filmplakat: The Lights, They Fall

Der Film begleitet den 16-jährigen Ilay in einer schwierigen Zeit: Seine Mutter Maria ist schwer krank und wird bald sterben. Während sie von einer Pflegerin betreut wird, die selbst mit einer Suchterkrankung kämpft, gerät Ilays Leben zunehmend aus den Fugen. Überfordert von Trauer, Angst und Hilflosigkeit verliert er immer mehr den Bezug zur Realität und muss einen Weg finden, mit seiner belastenden Situation umzugehen.

Ist das Bäumeeinpflanzen ein normaler Job? Hat Ilay seine eigenen Handys verkauft? Warum wurde der Schmuck ins Pfandhaus gebracht? Hatte Ilay die Schuhe seinem Freund nur ausgeliehen? Welche Drogensucht hat die Pflegerin? In welcher Stadt spielt der Film? Wurde der Hund entführt? Aus welchem Land kommt die Familie von Ilay? Welche Krankheit hat die Mutter? Was bedeutet der Titel des Films?

Vieles an dem Film bleibt unklar. Wenn man will, kann man diese vielen Fragen als eine Stärke des Films sehen. Wir hätten es aber auch gut gefunden mehr Kontext zu wissen, wenn man mehr verstanden hätte, um was es in dem Film geht. Es gibt viele lange Aufnahmen, sehr viel wird über die Bilder erzählt. Es gibt fast keine Musik und es wird sehr wenig geredet, die Dialoge sind aber sehr authentisch. Wegen der vielen Fragen, die der Film nicht eindeutig beantwortet, ist es sehr wichtig nach dem Film gemeinsam darüber zu reden, denn es geht um wichtige Themen: Trauer und Verlust, Belastung und Stress im Alltag, Realitätsflucht und Flucht vor Gefühlen sowie das Leben in schwierigen Umständen.

Für den Film braucht man eine lange Aufmerksamkeitsspanne, deswegen empfehlen wir den Film ab 16 Jahren. Menschen, die diese Art von langsamen Filmen mögen, die viele Fragen aufwerfen und zum Nachdenken auffordern.

» Empfohlen von der BJF-Jugend Filmjury Frankfurt

berührend
emotional
traurig
realistisch
gesellschaftsrelevant
Gattung:Drama
Regie:Saša Vajda
Cast:Mohammed Yassin Ben Majdouba; Flor Prieto Catemaxca; Mahira Hakberdieva; Safet Bajraj
Drehbuch:Saša Vajda
Kamera:Tom Otte
Schnitt:Denys Darahan; Saša Vajda
Länge:87 Minuten
Kinostart:20.08.2026
Verleih:Grandfilm
FSK:12
Elterninfos:Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die BJF-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.

FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG).

FSK Website:fsk.de;

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