Sunny Dancer

Filmplakat: Sunny Dancer

Die 17-jährige Ivy hatte Krebs und ist seit 10 Monaten in Remission*. Da die Krankheit sich auf ihr Sozialleben ausgewirkt hat, schicken ihre Eltern sie in ein vierwöchiges Sommercamp für krebskranke Jugendliche, um Leute mit gleichen Erfahrungen kennenzulernen. Entgegen ihrer Erwartung lernt sie dort tatsächlich neue Freund:innen kennen, mit denen sie sich ein Stück ihres Lebens zurückholt. Sie findet ihre erste große Liebe und beginnt, ihre Krankheit zu verarbeiten. Hier ist sie Ivy, und nicht Ivy mit Krebs.

Der Film schafft es in seinen 106 Minuten abwechslungsreich zu bleiben. Mit einer weiten Range an Tempi, Rhythmus und erzählerischer Vielfalt ist der Film in der Lage, ständig zwischen Komödie und Tragödie hin und her zu wechseln. Diese Stimmung hält über den ganzen Film an, bis zum Schlussbild, als Ivy sich ein Erinnerungsvideo anschaut und dabei zugleich lachen und heulen muss. Die ständigen Wechsel machen die Dynamik des Filmes aus und trotz der klassischen und konventionellen Erzählweise wirkt keine Szene austauschbar. Dazu tragen die authentischen Schauspieler:innen bei, und auch die Musik, die zu jedem Zeitpunkt überzeugt und sich nie sentimental in den Vordergrund drängelt. Alle Charaktere werden tiefgründig erzählt, selbst kleine Nebenfiguren wie die strenge Camphelferin Brenda können ihre Menschlichkeit zeigen. Dadurch wirkt die Geschichte echt und spiegelt in jedem Moment die Botschaft vom Film wider: Obwohl alle Jugendlichen im Camp Krebs haben, lassen sie sich nicht auf ihre Krankheit reduzieren. Im Camp macht sie nicht ihr Schicksal besonders, sondern ihr Charakter.

Wir empfehlen diesen lustig-traurigen Coming-of-Age-Film über einen Sommer zum Genießen für alle Jugendlichen ab 14 Jahren.

» Empfohlen von der BJF-Jugend Filmjury Berlin

*[Anmerkung der Redaktion: Remission bedeutet, dass die Krankheit eine Pause macht. Die Krankheit ist noch da, aber die Beschwerden werden viel schwächer oder verschwinden sogar ganz. Das heißt aber nicht unbedingt, dass die Person schon vollständig gesund ist. Die Krankheit kann später manchmal wieder zurückkommen. Ärzte sprechen von einer Remission zum Beispiel bei Krebs, Rheuma oder Epilepsie.]

emotional
musikalisch
lustig-traurig
Elterninfos:Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die BJF-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.

FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG).

FSK Website:fsk.de;

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