Sternbrücke Forever

Filmplakat: Sternbrücke Forever

Kiosk, Falafel, Döner, Bar, Clubs und Wohnhäuser - all das soll für die neue Brücke in Hamburg weichen. 3600 Tonnen wird die moderne Monsterbrücke wiegen, welche die ehemals denkmalgeschützte Sternbrücke ersetzen soll.
Ein Automechaniker, der die Werkstatt von seinem Vater geerbt hat und jährlich mit der Kündigung rechnen muss, ein Späti als Begegnungsstätte und Bewohner:innen, die aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden. Nach jahrelanger Ungewissheit nimmt uns der Film von den ersten Demonstrationen bis zum Abriss mit.

Der Dokumentarfilm lässt uns fühlen, als wären wir ein Teil ihres Alltags und mitten dabei unter der Sternbrücke. Es gibt niemanden, der interviewt, keine eingeblendeten Infos oder Diskussion mit der Deutschen Bahn und den Verantwortlichen. Wir beobachten die Nachbarschaft in all ihrer Unterschiedlichkeit, die sich aber trotzdem unterstützt und akzeptiert. Ihr gemeinsamer Wunsch von Mitbestimmung ist der rote Faden und das Ziel aller.

In jeder Stadt und in jedem Dorf gibt es Themen, bei denen wir mitreden wollen, es aber nicht dürfen. In Hamburg scheitert es, die Brücke ist abgerissen, aber die Menschen sind hoffnungsvoll und verlieren trotz ungewisser Zukunft nicht den Mut. Das Miteinander wird durch die alltäglich nahbaren Momente gezeigt, auch im gemeinsamen Abschied von ihrem Zuhause. Die Schlüssel werden der Deutschen Bahn übergeben, doch das Leben ist noch nicht vorbei. Auch wenn es wieder 8 (oder waren es 13?) Jahre dauert, bis man weiß, bei wem man sich eine Zigarette schnorren oder dem Typen mit dem Papagei auf der Schulter begegnen kann. Wir empfehlen den Film ab 12 Jahren.

aktivistisch
nahbar
ehrlich
Gattung:Dokumentarfilm
Regie:Christian Hornung
Drehbuch:Christian Hornung
Kamera:Marvin Hesse
Schnitt:Christian Hornung
Länge:98 Minuten
Kinostart:08.10.2026
Verleih:JIP Film und Verleih
FSK:6
Förderer:BKM; DFFF; MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
Elterninfos:Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die BJF-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.

FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG).

FSK Website:fsk.de;

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