Sammy und Frida - Chaos mit Sense!
Ein Film, der zeigt, wie befreiend es ist, wenn das Leben Freundschaft mit dem Tod schließt.
Samuel war krank, seitdem er sich erinnern kann. Wegen seines geschwächten Immunsystems verbrachte er die ersten Jahre seines Lebens nur im Krankenhaus und war dem Tod schon oft sehr nahe. Obwohl er jetzt wieder zu Hause lebt und eigentlich gesund ist, traut er sich nicht, das Haus zu verlassen und sein Leben zu leben. Seine Isolation wird von dem plötzlichen Eindringen von Frida, dem „kleinen Tod“, gestört, die vom „großen Tod“ mit einer Mission zu Samuel geschickt wurde, bei der sie unbedingt seine Hilfe braucht. Dabei bringt sie jedoch viel Chaos in seine geordnete Welt, was Samuel überhaupt nicht gefällt.
Samuel hat Angst vor allem, aber am meisten vor dem Sterben, was ihn an vielem hindert. Auch daran, den gemeinsamen Wunsch von ihm und seinem verstorbenen besten Freund, den Berg neben dem Krankenhaus zu besteigen, umzusetzen. Mit dem Auftauchen von Frida wird er aber dazu gezwungen, mehr aus seiner Komfortzone herauszugehen, sein Leben aktiver zu leben und Freunde zu finden. Frida, die erst mal wissen muss, was es heißt, ein Mensch zu sein, lernt durch die Zeit, die sie mit Samuel verbringt, die Menschen und das Leben mehr wertzuschätzen, genauso wie die Freundschaften, die sie im Laufe des Films knüpft.
Samuels Eltern machen sich große Sorgen um ihn, wollen aber gleichzeitig auch, dass er sein Leben genießt. Dagegen wehrt er sich anfangs stark, doch mit der Zeit wird er immer selbstständiger, und seine Eltern sind glücklich, ihn bei seinen Träumen zu unterstützen.
Die Kulissen und Farben des Films haben uns sehr gut gefallen, genauso wie die liebevoll und detailreich gestalteten Kostüme. Auch die Musik hat immer gut zu den jeweiligen Szenen gepasst und die Bedeutung dieser unterstrichen. Die Schnitte dagegen sind an manchen Stellen etwas irritierend, und die Spezialeffekte sind zwar kindergerecht gestaltet, jedoch hätten wir uns eine etwas realere Darstellung gewünscht.
Allgemein sind wir sehr beeindruckt von der schauspielerischen Leistung, vor allem die der jungen Darstellerinnen und Darsteller hat uns sehr begeistert. In der Charakterentwicklung ging es uns allerdings manchmal zu schnell, obwohl uns die eigentlichen Entwicklungen gut gefallen haben. Das eigentlich schwere Thema des Todes wird in dem Film gut und für Kinder verständlich, aber auch für Erwachsene zugänglich dargestellt.
Wir empfehlen den Film je nach Reife ab einem Alter von 6 bis 8 Jahren, jedoch vor allem bei den jüngeren Kindern in Begleitung der Eltern, da der Film sensible und eventuell belastende Themen wie Tod und Krankheit behandelt.
» Empfohlen von der BJF-Jugend Filmjury Backnang
| Gattung: | Abenteuer |
|---|---|
| Regie: | Katja Benrath |
| Cast: | Arian Wegener; Kelani Rose; Annika Wein; William Vonnemann; Lucie Heinze; Golo Euler: Mina Tander; Yvonne Catterfeld |
| Drehbuch: | Anne Gröger |
| Kamera: | Valentin Selmke |
| Schnitt: | Ulf Albert |
| Musik: | Elisabeth Kaplan; Florian Hirschmann |
| Länge: | 90 Minuten |
| Kinostart: | 01.10.2026 |
| Verleih: | Farbfilm |
| Förderer: | FFA; BKM; DFFF; MDM; MFG Baden-Württemberg; MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein |
| Elterninfos: | Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die BJF-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). |
|---|---|
| FSK Website: | fsk.de; |
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