Rose

Filmplakat: Rose

Im 17 Jahrhundert kommt es nicht darauf an, was man im Kopf hat, sondern in der Hose. Rose hat das schon lange erkannt und nutzt die männlichen Privilegien zu ihrem Vorteil. Als Mann verkleidet, baut sie sich eine neue Identität auf und lässt sich nach einem 10-jährigen Kriegsdienst endlich auf einem heruntergekommenen Hof nieder, um ihn zu bewirtschaften. Endgültig als neues Mitglied der Gemeinde akzeptiert wird sie von den anderen Dorfbewohner:innen, als sie Suzanna heiratet, die Tochter eines angesehenen Mannes. Zwar bringt ihr das wirtschaftliche Vorteile, aber auch ein großes Problem: denn, „wenn ein Decktier seine Pflichten nicht richtig erfüllen kann, wird er ausgetauscht.“

Der Film ist in schwarz-weiß gedreht. Man kann die Geschichte trotzdem gut mitverfolgen, viele Szenen haben sogar durch ihre Stimmung vor unserem inneren Auge Farbe angenommen! Besonders gut gefallen hat uns die ruhige Musik, die sich nie zu stark oder dominant in den Vordergrund spielt, sondern zusammen mit den Geräuschen lautmalerisch miterzählt: mit dem Summen einer Fliege, dem Atem von Rose oder dem Kratzen einer Schreibfeder. Die Stimme der Erzählerin aus dem Off hat dem Film einen märchenhaften Touch gegeben, sodass die filmische Erzählung insgesamt mit Ton und Bild wie ein realistisches Märchen wirkt. Wie im Leben zu jener Zeit üblich, war die Rolle der christlichen Kirche sehr präsent dargestellt, genauso wie die klare Verteilung der Geschlechterrollen. Historisch ist das weit weg, trotzdem wurden wir in den Film reingezogen und es fühlte sich an, als wäre die Atmosphäre des Films im Raum zu spüren. Rose bereut bis zum tragischen Schluss nicht, was sie getan hat, und ist uns ein Vorbild. Voller Stolz schreibt sie ihre Geschichte auf: „Bis hier hin bin ich gekommen und hab getan, was ich kann.“ Bis heute ist das Geschlechterthema aktuell, denn immer noch müssen Frauen für ihre Freiheit kämpfen, immer noch gibt es unterschiedliche Bezahlungen und noch immer gibt es Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern.

Diesen historisch belegten cross-dressing-Film empfehlen wir für alle Geschlechter ab 14 Jahren.

reduziert
feministisch
bedrückend
Elterninfos:Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die FBW-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.

FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG).

FSK Website:fsk.de;
Visionkino:visionkino.de
Kinofenster:kinofenster.de

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