Priscilla

Filmplakat: Priscilla

Haare, Makeup, Nägel. Alles gestriegelt und ordentlich.
So tritt Priscilla Presley an die Öffentlichkeit, denn das ist notwendig als die Frau des King of Rock 'n' Roll.
Von dieser Zukunft ahnt sie jedoch noch nichts, als sie als 14-jähriges Schulmädchen von einem amerikanischen Offizier zu einer Party eingeladen wird. Dort wird sie Elvis Presley vorgestellt.
Als er sie wiedersehen möchte, ist sie hin und weg. Für ihn riskiert sie Schlafmangel, schlechte Noten und besorgte Eltern, denn „er braucht sie ja“. Bald zieht sie zu ihm nach Graceland und beginnt ein neues Leben. Jetzt sind sie unzertrennlich, oder?

Es ist irritierend, wie wenig Charakter der titelgebenden Priscilla Presley in ihrem eigenen Film zugesprochen wird. Der Schwerpunkt liegt meist eher auf Elvis und ihrem Blick auf ihn, ein amerikanisches Scheinmärchen wird inszeniert. Dennoch finden wir uns mit Priscilla auch in einem Film wieder, der die Manipulation und falschen Versprechungen einer von Ruhm geprägten Ehe thematisiert. Jedoch nie tief genug, um der Erzählung einer übergriffigen Liebesbeziehung vollends gerecht zu werden. Ihr bröckelndes Idyll wird uns in Ausschnitten präsentiert, dient so als alternativer Spannungsbogen. Das funktioniert besser als gedacht, so unterstreicht diese Inszenierung die unregelmäßig leidenschaftliche Liebe des Superstars seiner Frau gegenüber. Die stilvollen Kostüme und Sets sowie die verträumte Kamera laden ein in ein nostalgisches Portrait der 60er-Jahre. Die Augen haben ihren Spaß. Priscilla ist definitiv kein eintöniges Stück retrospektiven Kinos, gleichzeitig leider zu oberflächlich, um wirklich zu berühren.

Wir empfehlen diesen filmographisch sehr ansprechenden Film ab 14 Jahren.

ästhetisch
passiv
romantisierend

Gattung:Drama
Regie:Sofia Coppola
Darsteller:Cailee Spaeny; Jacob Elordi; Kamilla Kowal; Jorja Cadence
Drehbuch:Sofia Coppola
Kamera:Philippe Le Sourd
Schnitt:Sarah Flack
Länge:110 Minuten
Kinostart:04.01.2024
Verleih:MUBI
FSK:12
Elterninfos:Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die FBW-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.

FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG).

FSK Website:fsk.de;

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