Pferd am Stiel
In etwas gut zu sein, ist etwas, was sich jeder wünscht. Diese Möglichkeit eröffnet sich für Sarah, als sie Hobby Horsing für sich entdeckt. Vielleicht gibt es dann auch mehr Klicks? Obwohl ihre beste Freundin Dilek es als „sozialen Selbstmord“ bezeichnet, hält Sarah an ihrem Ziel fest, an der Weltmeisterschaft in Finnland teilzunehmen. Doch ihre Freundschaft mit Dilek wird auf eine harte Probe gestellt.
Mach weiter mit dem, was dir Spaß macht und lass die anderen reden. Diese Botschaft wird nicht nur übers Hobby Horsing erzählt, sie wird in vielen Nebenhandlungen gezeigt: Ein Erwachsener spielt Luftgitarre, es wird ohne Musik getanzt und Döner ohne Fleisch setzt sich am Ende durch. Sarah ist ziemlich klar in dem, was ihr Spaß macht, und verfolgt ihr Ziel stringent. Nicht allen Charakteren fällt das so leicht. Das typische Pferdemädchen Beatrice aus gutem Haus, die Sarah beim Training hilft, muss sich erst aus den Zügeln ihrer Eltern befreien, um endlich zu wissen, was sie will.
Die vielen Auf und Abs im emotionalen Erleben der Figuren werden durch viel Musik untermalt, später beruhigt sich die Erzählung und treibt zielgerichteter die Handlung voran. Die Emotionen werden zusätzlich mit bunten Farbfiltern visuell verstärkt. Mal färben sie das Bild einfarbig grell, zum Schluss bunt und farbenfroh. Diese künstliche Verstärkung hätten wir so nicht gebraucht. Immer wieder werden die sozialen Unterschiede bei den Figuren hervorgehoben, zB. beliebt – unbeliebt, arm – reich usw., erst bei der Hobby Horsing Weltmeisterschaft in Finnland sieht man, dass das nicht gelten muss. Hier ist jeder gleich beliebt und es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst. Sarah missachtet sogar wissend die Regeln, sie hat einfach nur Spaß.
Wir empfehlen diesen Film für alle ab 10 Jahren, die einen lustigen Kinonachmittag erleben wollen.
| Gattung: | Coming-of-Age |
|---|---|
| Regie: | Sonja Maria Kröner |
| Cast: | Manon Debaille; Chiara Kitsopoulou; Aurelia Ott; Lana Cooper; Valerie Neuenfels |
| Drehbuch: | Gerlind Becker |
| Kamera: | Julia Daschner |
| Länge: | 80 Minuten |
| Kinostart: | 23.04.2026 |
| Verleih: | Port au Prince Pictures |
| FSK: | 6 |
| Elterninfos: | Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die FBW-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). |
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| FSK Website: | fsk.de; |
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