Niñxs - Das Leben glitzert
NIÑXS - DAS LEBEN GLITZERT bekam von den Juror:innen des Verleihpreises "Bester Kinofilm für junge Menschen" aus Marburg und Frankfurt eine lobende Erwähnung beim Filmpreis Globale Perspektiven 2026. Die lobende Erwähnung wurde von Ariane Köller, Finja B. Dorner, Joel Perez Rentsch, Liam Belgorodski und Vincent Eckert verfasst.
Der mexikanische Dokumentarfilm NIÑXS - DAS LEBEN GLITZERT handelt von dem Leben und Aufwachsen des Trans-Mädchens Karla, das in der Kleinstadt Tepoztlan lebt. Der Film erzählt von ihren Erfahrungen und Beziehungen mit anderen Menschen, von ihren Gedanken sowie ihrer Lebenseinstellung.
Was uns vor allem am Film gefallen hat, war die Art der Darstellung von Transpersonen. NIÑXS zeigt Transpersonen als ganz normale Menschen. Karlas Trans-Identität ist natürlich ein zentraler Punkt des Filmes, aber die Zuschauer:innen lernen sie auch als eine komplexe Person kennen und dass Trans sein nicht das einzige Thema in ihrem Leben ist. Sie erzählt ihre Geschichte selbst und konnte selbst mitentscheiden, wie der Film wird.
Auch zeigt NIÑXS eine glückliche Transperson. Häufig werden Transpersonen mit Depressionen gezeigt, die von ihrer eigenen Familie und der Gesellschaft abgelehnt werden, Sexarbeit machen oder sich suizidieren. Leider gehört das zur Lebensrealität von vielen Transmenschen, aber das heißt nicht, dass Transpersonen nicht auch glücklich sein können. NIÑXS will genau das zeigen: Wir werden mitgenommen in den Alltag eines fantasievollen Menschen mit Träumen und Zukunftsplänen, der über den Verlauf des Filmes aufwächst. Wir erleben mit, wie sie selbstbewusster und ausdrucksvoller wird. Die Protagonistin Karla behauptet im Film, ihr Ziel sei, dass Menschen über den Film lachen. Um das zu erreichen, verwendet der Film viel schwarzen Humor - ein weiteres Element, das gesellschaftliche Vorstellungen von überempfindlichen queeren Menschen bricht.
Ein weiterer Grund, warum wir NIÑXS extra erwähnen und eine Bühne geben, ist der aktuelle Kulturkampf, der auf dem Rücken von Trans*Menschen ausgetragen wird. Noch immer werden Trans*Menschen in vielen Ländern kriminalisiert, was sie zur ständigen Zielscheibe macht und häufig zu ihrem Tod führt. Auch außerhalb dieser Länder gehört ständige Diskriminierung zum Leben von Trans*Menschen, das betrifft häufig insbesondere Trans*Menschen aus dem globalen Süden, weshalb dieser Film besonders gut zu diesem Festival passt.
| Gattung: | Dokumentarfilm |
|---|---|
| Regie: | Kani Lapuerta |
| Drehbuch: | Kani Lapuerta |
| Kamera: | Quetzalli Malagón |
| Schnitt: | Yuri Amaral |
| Musik: | Boris Skalsky; Jonathan Noveron |
| Länge: | 84 Minuten |
| Kinostart: | 14.05.2026 |
| Verleih: | missingFILMs |
| FSK: | 12 |
| Elterninfos: | Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die BJF-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). |
|---|---|
| FSK Website: | fsk.de; |
| Visionkino: | visionkino.de |
Mit dem Filmwecker erfährst Du, wann der Film in einem Kino in Deiner Nähe läuft:
Ein Service von kino-zeit.de