Mein Totemtier und ich

Filmplakat: Mein Totemtier und ich

Die elfjährige Ama lebt mit ihrer Familie bereits ihr ganzes Leben illegal in den Niederlanden. Sie ist eine talentierte Schwimmerin und fühlt sich eigentlich wie eine Niederländerin, bis es eines Tages zur Verhaftung ihrer Mutter und ihres Bruders kommt, denen nun die Abschiebung in den Senegal droht, wo sie ursprünglich herkommen. Ama und ihr Vater sind zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause und entgehen der Verhaftung. Allerdings ist Ama nun auf der Suche nach ihrem Vater auf sich allein gestellt. Erste Hilfe bekommt sie von ihrem Freund Tijs, dessen Mutter allerdings als Polizistin auch versucht, Ama zu finden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Da begegnet Ama seltsamerweise in den Straßen von Rotterdam ein fantastisches großes Stachelschwein, das sie fortan begleitet. Erst später erfährt sie, dass es sich dabei um ihr kraftspendendes Totemtier handelt, welches ihr helfen soll.
Wird Ama es schaffen, ihren Vater zu finden und gibt es eine Chance, dass sie in den Niederlanden bleiben dürfen?

Der Film greift ein großes Themenspektrum auf: Familie, Identitätssuche, Freundschaft und Gerechtigkeit, wobei inhaltlich im Fokus die drohende Abschiebung der Familie steht.
Diese realen Probleme werden mit Hilfe der fantasievollen Elemente für Kinder zugänglich gemacht und durch Empathie mit der Hauptfigur werden die Themen so auch für die jüngeren Zuschauer nachvollziehbar.

In der Filmgestaltung ist besonders die Kameraarbeit bemerkenswert und vielfältig. Zahlreiche Einstellungen weichen von den gängigen Sehgewohnheiten ab, indem das Bild vielfach die horizontale Ausrichtung verlässt und die Bilder fast diagonal gesetzt sind. Die Bandbreite der Einstellungsgrößen und Perspektiven wird ausgeschöpft, zeigt nah Emotionen und auch das Setting der meist nächtlichen Großstadt.
Im Schnitt werden die Hauptfiguren zeitgleich an unterschiedlichen Orten montiert. Der Zuschauer kann so dem Handlungsverlauf aus verschiedenen Perspektiven verfolgen.
In den verbindenden Elementen nimmt der Ton eine wichtige Rolle ein. Er verknüpft ganze Einstellungen und mit wiederkehrenden Signaltönen werden Figuren oder Aktionen bereits auf der Tonebene angekündigt, bevor sie im Bild erscheinen.

Der Einsatz von Musik spielt eine bedeutende Rolle für die Dramaturgie des Films und hat uns sehr überzeugt. Musik wird sehr bewusst eingesetzt, sie unterstützt Emotionen und Stimmungen und auch die Lyrics spiegeln die Thematik des Films wider.

Der Film ist für Jungen und Mädchen im Alter von 7-12 Jahren gemacht. Sie sind die eigentliche Zielgruppe. Er eignet sich aber auch für einen Besuch mit der ganzen Familie und ist auch für ältere Zuschauer interessant.

musikdramaturgisch
unterhaltsam
gefühlvoll
fantasievoll
realistisch

Elterninfos:Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die FBW-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.

FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG).

Webseite:farbfilm-verleih.de
FSK Website:fsk.de;

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