Kleine Germanen - Eine Kindheit in der rechten Szene

Filmplakat: Kleine Germanen - Eine Kindheit in der rechten Szene

In dem Film geht es darum, wie Kinder in rechtsextremen Familien aufwachsen und erzogen werden. Der Film ist eine Mischung aus Dokumentarfilm und einem animierten Spielfilm, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Er wechselt ständig zwischen den Teilen des Spielfilms und den Interviews mit Eltern oder Erwachsenen der sogenannten „Neuen Rechten“ sowie Experten/-innen für Rechtsextremismus und Erziehung. In der animierten Geschichte geht es um die kleine Elsa, die in einer rechtsextremen Familie aufwächst. Sie wird von ihrem Nazi-Opa dazu erzogen stark, gehorsam und leidensfähig zu sein, ihre Gefühle nicht zu zeigen und nur ihre „Nation“ zu lieben. Sie wird dazu gedrängt, Juden und Ausländer zu fürchten und zu hassen. Sie heiratet dann Thorsten, der gewalttätig und noch rechtsextremer ist und sie bekommen zwei Kinder, die auch nach ihren strikten „germanischen“ Werten und Regeln erzogen werden. Gerade diese kraftvollen Spielfilmsequenzen, in denen die Figuren so animiert sind, als ob sie gemalt wären, sind spannend und haben uns sehr berührt. Die Interviewsequenzen sind sehr interessant und informativ, aber es werden vor allem in Archivaufnahmen auch krasse Ansichten geäußert, die uns wütend gemacht haben. Wir würden den Film ab 14 Jahren empfehlen. Die Interviews sind eher für Erwachsene verständlich und wir denken, dass man sich mit dem Thema Nationalsozialismus schon vertiefend beschäftigt haben sollte. Bei Jüngeren könnten sonst möglicherweise auch Sympathien für rechtes Gedankengut geweckt werden.

emotional
tricktechnisch
lehrreich
traurig
realistisch

Eure Wertung
mit 9 Stimmen


Gattung:Animationsfilm; Dokumentarfilm; Spielfilm
Regie:Frank Geiger; Mohammad Farokhmanesh
Drehbuch:Frank Geiger; Mohammad Farokhmanesh; Armin Hofmann
Kamera:Ingo Dannecker
Schnitt:Andrew Bird; Habiba Laout; Frank Geiger
Musik:Siegfried Friedrich
Länge:90 Minuten
Kinostart:09.05.2019
Verleih:Little Dream Entertainment
FSK:12
Förderer:DFFF; Film- und Medienstiftung NRW; Filmfonds Wien; FFHSH; MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH; MEDIA Programm der EU
Elterninfos:FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die Jugend Filmjury der FBW Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die Jurys Hinweise, ab wann ein Film für Kinder geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FBW Website:und das sagen die Erwachsenen
FSK Website:fsk.de;

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