Engine of Love
ENGINE OF LOVE wurde beim 34. Deutschen Kinder Medien Festival Goldener Spatz mit dem "Preis der BJF-Jugend Filmjury" ausgezeichnet. Die Laudatio wurde von Annjulie, Laetitia, Oskar, Phoebe und Sophia aus Erfurt und Arianna und Naomi aus Chemnitz verfasst.
Wie oft habt ihr das Gefühl, nicht in die Gesellschaft zu passen? Wie oft habt ihr schon etwas gesagt oder gemacht und danach einen komischen Blick vom Gegenüber erhalten? Konformitätsdruck ist uns allen wohlbekannt. Menschen haben oft bestimmte Vorstellungen darüber, wie man aussehen, sein oder denken soll. Und viele versuchen, sich danach zu richten. Aber was ist, wenn man darauf keinen Bock hat? Was, wenn man sein eigenes Ding durchziehen will?
Genau das macht Asta, die alleinerziehende Hauptfigur des ungewöhnlichen Kurzfilms ENGINE OF LOVE. Sie versucht, die Balance zwischen ihrer Leidenschaft zur Musik, dem Studium und dem Job in einer Bar zu halten und gleichzeitig die Zeit mit ihrer Tochter Ello intensiv zu nutzen. Astas Leben muss getaktet sein: Beinahe verpasst sie den Auftakt des gemeinsamen Wochenendes mit Ello, dann gibt es die Takte der neuen täglichen Songs. Wenn dann auch noch Lebensumstände den Takt angeben, kann manches aus dem Takt geraten. Astas Timing stimmt nicht immer, aber das Timing des Films ist stimmig, und das Tempo (irgendwo zwischen Moderato und Allegro) ist mit der berührenden Story im Gleichklang.
ENGINE OF LOVE ist ein lebendiger Kurzfilm mit einer klaren formalen Sprache, der Mut macht: Mut, zu sein, wie man will, wer man will. Mut, sich mal keine Gedanken darüber zu machen, wie man sein oder sich verhalten sollte. Mut, zu seiner unverfälschten Version von sich zu stehen. Und dafür reichen Mira-Belle Rose Bryld und ihrem großartigen Cast gerade einmal 21 Minuten, um mindestens 21 Themen auf eine so spielerische, unterhaltsame und dennoch greifbare Art umzusetzen, sodass sich Zuschauer:innen auf der Suche nach ihrer eigenen Identität und ihrem Platz in der Gesellschaft wiederfinden können.
ENGINE OF LOVE pulsiert in uns weiter, und deshalb zum Schlusstakt: Gratulation an das gesamte Filmteam zum Preis für den BESTEN JUGENDFILM 2026. Herzlichen Glückwunsch!
| Gattung: | Kurzfilm |
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| Regie: | Mira-Belle Rose Bryld |
| Cast: | Anna Kirstine Lykkeberg; Emmy Benjaminsen; Pia Amofa-Antwi; Jonathan Joel Albrecht; Phillip Wagner; Daniel Schulze-Lessel; Michael von Au; Yuzhi Deng |
| Drehbuch: | Paula Essam; Mira-Belle Rose Bryld |
| Kamera: | Aleksandra Dyja |
| Schnitt: | Fabian Krebs; Mira-Belle Rose Bryld; Elena Schmid |
| Musik: | Alice Rose Bryld |
| Produktion: | HFF München, Engine of Love Film - Koch & Bryld GbR |
| Elterninfos: | Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die BJF-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). |
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| FSK Website: | fsk.de; |