Als wäre es leicht
Florian ist blind und Kati ist gehörlos. Nachdem sie sich in einem inklusiven Begegnungszentrum für hör- und sehbeeinträchtigte Menschen in Hamburg kennenlernen, entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden, die eine besondere neue Art der Kommunikation erfordert.
Im Laufe der Zeit lernen sie sich miteinander immer besser zu verständigen und erfahren, welche Herausforderungen die jeweilige Lebensrealität des anderen mit sich bringt.
Der Film erzählt episodisch passend zu den Jahreszeiten diese herausfordernde Liebe und zeigt die Höhen und Tiefen, mit denen Florian und Kati lernen müssen, umzugehen.
Dabei haben beide auch schwierige persönliche Vorgeschichten: Kati muss sich mit ihrer Beeinträchtigung gegen die Bevormundung ihrer Mutter behaupten, während Florian nach einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung ein neues Verhältnis zu seinem Bruder finden muss.
Sehr besonders ist bei diesem Film, dass die Darsteller:innen dieselben Beeinträchtigungen haben wie die von ihnen verkörperten Figuren. So wirken die Charaktere sehr authentisch und glaubwürdig. Das Publikum erhält auf diese Weise detaillierte Einblicke in diese vielleicht unbekannte Lebensweise oder findet eigene Erfahrungen darin widergespiegelt.
Der Film überzeugt mit seiner visuellen Erzählweise, umgesetzt mit vielfältigen Kameraeinstellungen und einem interessanten Schnitt. Auf der auditiven Ebene gibt es viele Akzentsetzungen, sei es über dramaturgisch eingesetzte Off-Musik, isoliert herausgearbeitete Geräusche im On und besonders auch in Tonmischungen bei einzelnen Szenen, die die akustische Wahrnehmung von Kati wiedergeben.
Wir empfehlen diesen Film allen Menschen ab 12 Jahren. Er ist für eine große Zielgruppe generationsübergreifend gleichermaßen interessant. Die barrierefreie Fassung des Films (Untertitel für Hörgeschädigte und Audiodeskription für Sehbeeinträchtigte) ermöglicht dieses besondere Filmerlebnis für ein breites Publikum.
| Gattung: | Drama |
|---|---|
| Regie: | Milan Skrobanek |
| Cast: | Cindy Klink; David Knors; Athena Lange; Marion Kracht |
| Drehbuch: | Milan Skrobanek; Eibe Maleen Krebs |
| Kamera: | Andreas M. Klein |
| Schnitt: | Ulf Albert |
| Musik: | Jonathan Wolters |
| Länge: | 90 Minuten |
| Kinostart: | 02.04.2026 |
| Verleih: | Port au Prince Pictures |
| FSK: | 12 |
| Förderer: | DFFF; Nordmedia; MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein |
| Elterninfos: | Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die FBW-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). |
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| Webseite: | als-wäre-es-leicht.de |
| FSK Website: | fsk.de; |
| Visionkino: | visionkino.de |
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